Flüchtlinge BZ. 28. Mai

| Foto © arm |
Ein sonniger Tag für Südtirol. Für Menschen auf der Durchreise Kaos.
8:05 Uhr: An die Hundert dunkelhäutige Menschen steigen am Bahnhof Bozen aus dem Nachtzug aus Rom. Verschlafen und hungrig. Nach einem Frühstück - hockend am Boden - sind sie gier nach Hilfsgütern. Unterhosen, Socken, Taschen, Hosen, Pullis, Jacken oder Hygieneartikel. Für mein Verständnis zu gierig. Zu fordernd. Hier wäre eine professionelle Hilfe nötig, die Grenzen setzt. Diese könne die motivierten "freiwilligen Freiwilligen" nur begrenzt erbringen, und die Hilfsorganostionen wollen es nicht leisten. Die zuständigen Landesämter schieben es lieber vor sich her. Für mich sitzen sie es aus, in der Hoffnung, dass die Welle rasch vorüber geht.
Motto: Aus den Augen aus dem Sinn.
Denn es bringt Minuspunkte, das ausbaden zu müssen wo Europe keine adequaten Antworten parat hat. Wenigsten in der Tourismuskommunikation hat man sich auf die Gegebenheiten eingestellt. An diesem Morgen, des 28. Mai, ist die int. Presseagentur Reuters auf Bilderjadt am Bahnhof BZ und am Brenner. Diese lassen sich gut verkaufen. Vor Ort auch ein Herr der sich als Koordinatorin (Verein Volontarius) in Szene setzt. Für mich mehr Schein als Sein. Operativ kaum spürbar. Wie auch nach wie vor die Caritas BZ. Nicht präsent. Es wir etwas über die Medien verkauft was in der Realität improvisieren heißt,  vor allem für die Zivilgesellschaft. Es ist auch keine einfaches Terrain der Bahnhof BZ. Wer dort operativ ist, ist Gast der RFI. Selbst die Polizei tut sich schwer humanitäre Hilfe adäquat in Bahnen zu lenken. Es machte sich Heute auch der Questor von Bozen am Bahnsteig 1 ein Bild über der Räumlichkeiten, wo die die Hilfsleistungen erbracht werden. Leider zum Glück waren um die Mittagszeit kaum Menschen auf der Flucht anzutreffen.

Reuters auf Bilderjagdt in Bozen | Foto © arm |
Inzwischen limitiere ich meine Aktivitäten auf das Dokumentieren, Hintergrund – und Lobbyarbeit. Aber auch direkte Gespräche mit Betroffenen auf den Bahnsteigen und in den Zügen. Hier dreht es sich meist darum, wie man nach München kommt. In der aktuellen Situation wo die Grenzen zu Deutschland dicht sind (G7 Gipfel), nicht erbaulich. Am Ende des Tages werde viele wieder retour vom Brenner sein. Wieder in Bozen. Überlegen die Rückreise nach Norditalien. Werden wohl die Nacht auf den Bahnhöfen verbringen, wo keine Betten bereit stehen. Aber in der Presse verlautet Frau LRin Stocker
wir sind gerüstet, wir sind vorbereitet.
So die LRin auf Rai Südtirol. Auf den Bahnhöfen erfahre ich viel über die Hintergründe, warum Menschen ihr Ursprungsland verlassen haben. Diese wollen nicht verstehen, warum sie nicht Reisen dürfen. Warum - so wie Heute - die Polizei sie hindert Züge zu besteigen, nur aufgrund der Hautfarbe. Es finden Menschenrechtsverletzungen statt.  Toll!

Früstück im Genußland | Foto © arm |

PS: Derartige Medien-Meldungen trage bei, die Fronten zu verhärten.
- stol.it, 28. Mai 2015: Wo im Land die Flüchtlingsunterkünfte entstehen
Auf facbook von stol.it lässt ich der Pöbel aus. Das Medienhause Ebner seinen Pflichten nicht nachkommt.
Ralf Janek Wenn de af eppan kemmen nor schir i se un !!
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Quelle: https://www.facebook.com/stol.it?fref=ts

- UT24, 28. Mai 2015: Südtirol weiß nichts über seine Flüchtlinge
Meine Meinung: Warum auch? Denn: Südtiroler Flüchtlinge gibt es keine. Oder ist ein strammer Tiroler auf der Flucht? Die Schlagzeile samt der Bildwahl ist unter jeder Sau. Es wird sugeriert, dass wir überfallen werden von schwarzen Menschen. Die auf den Bahnhöfen stranden, wollen nicht bei uns bleiben. Sie sind auf der Durchreise. Dieses Medium ist faschistoid und betreibt Hetze auf Kosten von Menschen, um ein Tiroler-TUMM zu legitimieren, das es nie gegeben hat.

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